Sie sind in einem Projektteam, das mit der Einführung einer neuen Buchhaltungssoftware betraut ist. Bei der Entscheidungsfindung für oder gegen einzelne Softwareprodukte müssen die Vorteile und Nachteile verschiedener Lösungen gegeneinander abgewogen werden.

 

Aufgabe:

a) Was versteht man unter den Begriffen Standardsoftware und Individualsoftware?

b) Nennen Sie jeweils vier Vorteile und Nachteile beim Einsatz von Standardsoftware.

c) Welche drei Phasen der Softwareeinführung unterscheidet man grundsätzlich?

d) Zu welcher der drei Phasen gehört das Pflichtenheft?

e) Nennen Sie sechs Anforderungen an ein Pflichtenheft.

 

Lösung:

zu a)

Standardsoftware bezeichnet ein Softwarepaket, das für den Massenmarkt produziert wird, in dem die wichtigsten Funktionen für den jeweiligen Nutzungszweck enthalten sind und die von jedermann ohne große Schulung bedient werden kann.

Individualsoftware wird speziell für das Unternehmen programmiert oder zumindest auf die jeweilige Nutzung im Unternehmen angepasst. Es ist eine eingehende Schulung der Mitarbeiter erforderlich.

zu b)

  • Vorteile:
    • Geringe Anschaffungs- und Folgekosten
    • Schulungen sind nicht erforderlich (z.B. durch intuitive Benutzerführung) oder relativ kostengünstig
    • Angebote von mehreren Lieferanten sind vergleichbar
    • sofortige Verfügbarkeit der Software
  • Nachteile:
    • Das Unternehmen ist an proprietäre Dateiformate gebunden (z.B. Microsoft Word: .DOC)
    • Die Anpassbarkeit der Software auf spezielle Anforderungen im Unternehmen ist stark eingeschränkt
    • Das Unternehmen hat keinen Einfluss auf den Hersteller bzw. die Programmierung der Software
    • Der Funktionsumfang von Standardsoftware ist meist sehr beschränkt (one product, one use)

zu c)

  1. Planungsphase
  2. Realisierungsphase
  3. Produktionsphase

zu d)

In einem Pflichtenheft sind die grundlegenden Anforderungen an eine Software beschrieben. Das Pflichtenheft gehört somit in die Planungsphase der Softwareeinführung.

zu e)

  • Anforderungen an die Software
  • Das zu verwendendeDatenmodell
  • Der Funktionsumfang der Software
  • Die ergonomischen Anforderungen an die Software
  • Termine (sog. Milestones) für die einzelnen Phasen der Softwareerstellung und Softwareeinführung
  • Ansprechpartner
  • Lieferumfang
  • Regelungen hinsichtlich des Datenschutzes